Als ich an der Bushaltestelle wartete, fuhr heute beinahe der Bus vorbei. Als ich dann eingestiegen war, pflaumte mich der Fahrer an, ich solle doch irgendein Zeichen von mir geben, wenn ich mitfahren wolle, sonst könne es passieren, dass ich ein anderes Mal mit dem nächsten Bus fahren müsse.
Da bin ich doch durchaus verwundert. Ich war der Meinung, an der Bushaltestelle zu warten sei ein eindeutiges Zeichen. Und selbst wenn ich mit dem Bus einer anderen Linie fahren wollte würde es niemanden umbringen, wenn der Bus an der Haltestelle abbremst.
Gut, körpersprachlich betrachtet waren meine verschränkten Arme über denen meine Jacke hing wohl kaum einladend, aber ich wollte ja ohnehin niemanden einladen, sondern wartete einfach auf den Bus. Seit wann muss man bei uns die Busse von der Strasse winken, damit sie halten? Und nein, der Busfahrer war nicht jemand aus einer Region wo das üblich wäre, sondern ein "Einheimischer", der schon seit vielen Jahren für Postbus fährt.
Da bin ich doch durchaus verwundert. Ich war der Meinung, an der Bushaltestelle zu warten sei ein eindeutiges Zeichen. Und selbst wenn ich mit dem Bus einer anderen Linie fahren wollte würde es niemanden umbringen, wenn der Bus an der Haltestelle abbremst.
Gut, körpersprachlich betrachtet waren meine verschränkten Arme über denen meine Jacke hing wohl kaum einladend, aber ich wollte ja ohnehin niemanden einladen, sondern wartete einfach auf den Bus. Seit wann muss man bei uns die Busse von der Strasse winken, damit sie halten? Und nein, der Busfahrer war nicht jemand aus einer Region wo das üblich wäre, sondern ein "Einheimischer", der schon seit vielen Jahren für Postbus fährt.
noch kein Kommentar - Meinen Senf dazu geben
Helena besteht in letzter Zeit besonders hartnäckig darauf ein Baby zu sein. Neben Wickeln und Brustkuscheln ist ihr auch ganz wichtig zu behaupten, dass sie eben kein großes Mädchen, sondern ein Baby ist.
Eben auf dem Wickeltisch erklärt sie wieder einmal "Baby... bin i." und nickt bekräftigend, gefolgt von einem grinsenden "Wuah! Wuah! Baby weint."
Eben auf dem Wickeltisch erklärt sie wieder einmal "Baby... bin i." und nickt bekräftigend, gefolgt von einem grinsenden "Wuah! Wuah! Baby weint."
An meinen freien Tagen besuche ich derzeit nachmittags die Kinderkrippe. Da Helena dort ab 7. September täglich ihre Vormittage verbringen und auch noch zu Mittag essen wird, soll sie sich rechtszeitig daran gewöhnen. Da aber Kindergarten und Kinderkrippe die beiden letzten Wochen vor dem Beginn des regulären Schuljahres für Reinigungsarbeiten geschlossen haben, muss diese Eingewöhnungsphase etwas vorverlegt werden.
Bei Helena sehe ich aber keine großen Probleme. Sie war heute zum 4. Mal zur Eingewöhnung in der Krippe und es dürfte ihr sehr gut gefallen. Die größere Schwierigkeit liegt darin, dass mich Sr. Julia - die zukünftige Betreuerin - kaum für länger gehen lassen möchte solange zwischen ihr und Helena noch wenig Kontakte sind, auch wenn sich Helena kaum für mich bzw. grundsätzlich für niemand anderen interessiert, sondern lieber die gesamte Ausstattunmg entdeckt und alles ausprobiert, was man so spielen kann.
Immerhin habe ich den zwei Stunden Zeit zu beobachten, wie sie sich auch anderen Kindern nähert und ob sie da auch so brutal ist, wie manchmal ihrem Bruder gegenüber, aber anscheinend ist sie mit anderen Kindern etwas vorsichtiger.
Bei Helena sehe ich aber keine großen Probleme. Sie war heute zum 4. Mal zur Eingewöhnung in der Krippe und es dürfte ihr sehr gut gefallen. Die größere Schwierigkeit liegt darin, dass mich Sr. Julia - die zukünftige Betreuerin - kaum für länger gehen lassen möchte solange zwischen ihr und Helena noch wenig Kontakte sind, auch wenn sich Helena kaum für mich bzw. grundsätzlich für niemand anderen interessiert, sondern lieber die gesamte Ausstattunmg entdeckt und alles ausprobiert, was man so spielen kann.
Immerhin habe ich den zwei Stunden Zeit zu beobachten, wie sie sich auch anderen Kindern nähert und ob sie da auch so brutal ist, wie manchmal ihrem Bruder gegenüber, aber anscheinend ist sie mit anderen Kindern etwas vorsichtiger.
Es mag daran liegen, dass ich im letzten Jahr in erster Linie Fachliteratur gelesen habe, oder auch einfach an dem angenehmen der Stil der Autorin. Egal was der Grund ist, das Buch "Die Seherin der Etrusker" von Mariangela Cerrino hält mich gefangen und läßt mich regelmäßig abends länger lesen als geplant.
Es handelt sich bei dem Roman um die Darstellung der Geburt Roms und des damit einher gehenden Untergangs der etruskischen Kultur, eine der Quellkulturen Roms, welche lange Zeit nur geringe Beachtung fand.
Ja ich gebe zu, ich weiß nicht viel über die Kultur dieses Volkes, welches sich selbst als Rasna bezeichnet und ich kann auch nicht beurteilen ob und inwieweit die romantisierende Darstellung der Autorin auch nur irgendetwas mit wissenschaftlich-archäologisch belegtem Wissen über diese Kultur zu tun hat. Das Buch hat mich aber durchaus neugierig gemacht.
Die Geschichte ist jedenfalls nicht neu, sie erzählt von der erschreckenden Entwicklung, wenn ein hochkultiviertes Volk aufgrund des Aufstieges eines relativ barbarischn Volkes binnen weniger Generationen komplett von der Bildfläche verschwindet.
Besonders positiv fiel mir an dem Buch auf, dass im Gegensatz zu vergleichbaren Büchern beispielsweise von Valerio Massimo Manfred, die Schilderungen der Schlachten - welche natürlich auch in diesem Buch in großer Zahl vorkommen - nicht so sehr auf die Kriegstechnik konzentriert sind. Wenn Manfredi Aufstellungen, Strategie und Taktik erläutert und welche Teil eines Heeres an welcher Flanke Aufstellung beziehen und es mit welchen gebe ich meist rasch auf mir ein "inneres Bild" davon zu malen und überlese diese Passagen, welche zumeist den Großteil des Buches tragen zu weiten Teilen... und am Schluss komme ich drauf, dass ich vom Roman eigentlich kaum etwas an Inhalt behalten habe.
Bei der "Seherin der Etrusker" mache ich diese Erfahrung allerdings nicht, da sich die Autorin wie gesagt in der Schilderung des Kampfgetöses und der Kriegstechnik eher zurück nimmt und stattdessen neben den äußeren vor allem auch die inneren Bewegungen der einzelnen Charaktere in den Vordergrund stellt. Diese sind durch das Netz des Schicksals eng miteinander verbunden um eben jene Vision vom baldigen Ende der Rasna zu erfüllen, welche der besonders begabten Seherin geschenkt wurde. Caitli, außerdem auch Tochter und Erbin eines wichtigen Königs, ist ebenso wie ihre Nachkommen von Geburt an nicht nur Empfängerin dieses Vision sondern auch ein wesentlicher Teil dieses Weges ist, der den Rasna "geschrieben steht".
Neben den Rasna tauchen auch Angehörige vieler anderer Völker auf, welche daran beteiligt sind, dass der Grundstein für eine Wandlung Europas gelegt wird: Griechen, Karthager, Kelten, Sabiner und natürlich die Latiner.
Ein faszinierendes Buch, dass ich jedem, der gerne hsitorische Romane liest gerne empfehle, wenn auch der Umfang von über 1000 eher klein bedruckten Seiten möglicherweise auf Anhieb abschreckend erscheinen mag. Eigentlich handelt es sich ja um 3 Bände, welche in einem Buch als 3 Teile zusammen gefasst werden.
Der Roman strahlt eine angenehme, sprachliche Gewandheit aus, da es kaum auffallende - weil sich ständig wiederholende - "Lieblingswendungen" der Autorin (und/oder Übersetzerin) gibt und Bilder von einer längst untergegangen Kultur gemalt werden, welche diese so greifbar machen als könnten die Städte der Rasna zum Ziel der nächsten Urlaubsreise werden.
Es handelt sich bei dem Roman um die Darstellung der Geburt Roms und des damit einher gehenden Untergangs der etruskischen Kultur, eine der Quellkulturen Roms, welche lange Zeit nur geringe Beachtung fand.
Ja ich gebe zu, ich weiß nicht viel über die Kultur dieses Volkes, welches sich selbst als Rasna bezeichnet und ich kann auch nicht beurteilen ob und inwieweit die romantisierende Darstellung der Autorin auch nur irgendetwas mit wissenschaftlich-archäologisch belegtem Wissen über diese Kultur zu tun hat. Das Buch hat mich aber durchaus neugierig gemacht.
Die Geschichte ist jedenfalls nicht neu, sie erzählt von der erschreckenden Entwicklung, wenn ein hochkultiviertes Volk aufgrund des Aufstieges eines relativ barbarischn Volkes binnen weniger Generationen komplett von der Bildfläche verschwindet.
Besonders positiv fiel mir an dem Buch auf, dass im Gegensatz zu vergleichbaren Büchern beispielsweise von Valerio Massimo Manfred, die Schilderungen der Schlachten - welche natürlich auch in diesem Buch in großer Zahl vorkommen - nicht so sehr auf die Kriegstechnik konzentriert sind. Wenn Manfredi Aufstellungen, Strategie und Taktik erläutert und welche Teil eines Heeres an welcher Flanke Aufstellung beziehen und es mit welchen gebe ich meist rasch auf mir ein "inneres Bild" davon zu malen und überlese diese Passagen, welche zumeist den Großteil des Buches tragen zu weiten Teilen... und am Schluss komme ich drauf, dass ich vom Roman eigentlich kaum etwas an Inhalt behalten habe.
Bei der "Seherin der Etrusker" mache ich diese Erfahrung allerdings nicht, da sich die Autorin wie gesagt in der Schilderung des Kampfgetöses und der Kriegstechnik eher zurück nimmt und stattdessen neben den äußeren vor allem auch die inneren Bewegungen der einzelnen Charaktere in den Vordergrund stellt. Diese sind durch das Netz des Schicksals eng miteinander verbunden um eben jene Vision vom baldigen Ende der Rasna zu erfüllen, welche der besonders begabten Seherin geschenkt wurde. Caitli, außerdem auch Tochter und Erbin eines wichtigen Königs, ist ebenso wie ihre Nachkommen von Geburt an nicht nur Empfängerin dieses Vision sondern auch ein wesentlicher Teil dieses Weges ist, der den Rasna "geschrieben steht".
Neben den Rasna tauchen auch Angehörige vieler anderer Völker auf, welche daran beteiligt sind, dass der Grundstein für eine Wandlung Europas gelegt wird: Griechen, Karthager, Kelten, Sabiner und natürlich die Latiner.
Ein faszinierendes Buch, dass ich jedem, der gerne hsitorische Romane liest gerne empfehle, wenn auch der Umfang von über 1000 eher klein bedruckten Seiten möglicherweise auf Anhieb abschreckend erscheinen mag. Eigentlich handelt es sich ja um 3 Bände, welche in einem Buch als 3 Teile zusammen gefasst werden.
Der Roman strahlt eine angenehme, sprachliche Gewandheit aus, da es kaum auffallende - weil sich ständig wiederholende - "Lieblingswendungen" der Autorin (und/oder Übersetzerin) gibt und Bilder von einer längst untergegangen Kultur gemalt werden, welche diese so greifbar machen als könnten die Städte der Rasna zum Ziel der nächsten Urlaubsreise werden.
Sassa - am Donnerstag, 13. August 2009, 20:09 - Rubrik: Bibliothek
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Ruhig ist es hier geworden... ein Monat schon ist es still hier im Messhaufen. Obwohl nun Ferien sind und ich theoretisch wesentlich mehr Zeit habe um News und Neuigkeiten, Ärgernisse und Freudsames, Gebasteltes, Gesehenes und Gekochtes hier vorzustellen, habe ich das Weblog doch sträflich vernachlässigt. Ein Grund dafür mag sein, dass ich die bemerkenswerten Dinge derzeit eher in Facebook anführe, aber in Wirklichkeit gibt es keine Ausrede. Also von falschen Entschuldigen nun besser zu frommen Vorsätzen. In der kommenden Zeit möchte ich mich wieder verstärkt der Hege und Pflege dieses wunderbaren und wundersamen Ökosystems mit seinen Bewohnern widmen.
Sassa - am Sonntag, 9. August 2009, 13:37 - Rubrik: Allgemeine Infos