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Ein unvergleichliches Ökosystem

 

Kaos

Auch unsere kleine Landgemeinde spürt die mangelnden Niederschläge der letzten Wochen und Monate, daher erging in der letzten Aussendung vom Bürgermeister folgende Bitte (bzw. Anordnung) an die Bürger:
"... Weil die Trockenheit anhält, bitte ich alle um Mithilfe zum sparsamen Wasserverbrauch! Rasenflächen sind nur im äußersten Notfall zu bewässern, auf Dauerbesprengung und das Autowaschen mit dem Schlauch im eigenen Bereich sollte gänzlich verzichtet werden..."
Manche Leute nehmen solche Texte allerdings wörtlich und befolgen die Anordnung nur in Bezug auf die ausdrücklich genannten Handlungen. So konnte ich heute zu meiner Überraschung an der Dorfstrasse einen Bauern beobachten, der in der angehobenen Schaufel seines Traktors stand und mit dem Hochdruckreiniger die Fassade seines dreistöckigen Hauses abspritzte.

Stell dir vor, du bist eine winzige Gemeinde, eingequetscht zwischen zwei großen Konkurrenten. Du hast eigentlich Nichts zu bieten, willst aber trotzdem eigenständig sein und bleiben. Worauf würdest du dein Image lieber gründen wollen?
(A) Auf den mittelalterlichen Gemeindeursprüngen, welche in einem Pestfriedhof liegen, in welchem die hiesige Großgemeinde ihre "giftigen Leichen" entsorgte, oder
(B) auf den aufsehenerregenden Funden, die zeigen, dass ein Teil der heutigen Gemeinde bereits in vorrömischer Zeit von den Rätern, sozusagen den Urälplern besiedelt war?

Also mir würde die Entscheidung leicht fallen, aber anscheinend kann das hiesige Bauernvolk kaum weiter als 10 Zentimeter unter die Erde denken. Warum nur gelten archäologische Entdeckungen in Österreich eher als störend oder zumindest als uninteressant, denn als die geschichtlichen Schätze, die es zu bergen gilt?
Da kann ich nur verständnislos den Kopf schütteln. Engagierter Archäologe möchte ich in diesem Land wirklich nicht sein!

Gestern habe ich anläßlich des Valentinstages im Fernsehen ein Päärchen gesehen, welches mittlerweile seit 53 Jahren verheiratet ist (und übrigens fast wie frisch verliebt erschienen ist). In einem Beitrag über die beiden, wurde unter anderem gezeigt, dass sie jeden Tag gemeinsam beten usw. Auf die Frage des Moderators hin, ob es wichtig sei, den selben Glauben zu teilen, meinten beide, dass es extrem wichtig sei, da man sich gegenseitig sonst bei diesem wichtigen Thema schon überhaupt nicht verstehen kann.

Bei aller Liebe zu einer liberalen Einstellung gegenüber anderen glaubensrichtungen muss ich schon sagen, dass ich diese Einstellung durchaus teile. Ich befinde mich auch in der glücklichen Lage, dass es die ähnelnden Glaubensansichten und die befruchtenden Gespräche darüber waren, die mich unter anderem mit meinem Mann zusammen gebracht haben. Der glauben hat ja seine Auswirkungen im Alltag sowohl in kleinen Dingen als auch in größeren wie den Erziehungsfragen. Ich könnte mir nicht vorstellen, wie ich mit einem überzeugten Christen z.B. gemeinsam Kinder erziehen könnte, ohne immer wieder in gewissen Punkten mit diesem "aneinander zu krachen".
Sobald zumindest einer der Partner Wert auf Glauben und Religion legt, ist es mit Sicherheit günstiger, wenn der andere gleiche oder sehr ähnliche Ansichten hat (heutzutage ist es wohl einem meistens eher egal, der sich dann entsprechend einfach "drein ergibt).

Ich habe mir bei Yahoo folgenden Avatar gebastelt, sogar komplett mit Babybauch :)
Yahoo! Avatare

Wieder habe ich eine kleine Bastelarbeit abgeschlossen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Es handelt sich um ein Fotoalbum (hatte ich schon über ein Jahr daheim und in Planung) in dem für jeden Geburtstag unseres Sohnes genau ein Foto eingeklebt wird und ein kurzer Text mit Rückblick auf das vergangene Lebensjahr hinein geschrieben wird. Das macht bei Kilian mit dem Bild aus seinem Geburtsmonat bisher also gerade mal vier Fotos und Begleittexte, aber bei so einer Perfektionistin wie mir, nimmt das schnell einen halben Tag in Anspruch. Aber wie gesagt, ich bin mit dem Ergebnis auch sehr zufrieden, es hat sich also meines Erachtens gelohnt.

In einem Forum, bevölkert von Neuheiden verschiedenster Richtungen wurde kürzlich von einem User folgende Frage gestellt:
Wie steht der "alte Weg" zur Homosexualität/Bisexualität?
Auf derartige Fragen kann es nur (m)eine Antwort geben:
"Der Weg (mhd., ahd. wec, verwandt mit bewegen) ist ein Streifen im Gelände zum Begehen oder Befahren, weniger ausgebaut als Naturweg und befestigt als Bauwerk. Die Benutzung eines Weges als Verkehrsweg erleichtert die Erreichbarkeit eines Ortes für Materialien und Personen." Quelle: Wikipedia

Das Wiktionary nennt als Bedeutung des deutschen Adjektives "alt": "vor langer Zeit gemacht oder geschehen"

Folglich ist ein "alter Weg", ein vor langer Zeit gebauter oder entstandener Geländebestandteil, der zum Personen- und/oder Materialtransport geeignet ist. Da Wege - egal ob neu oder alt - kein Bewußtsein und keine Vernunftsbegabung haben, ist es höchst unwahrscheinlich, dass sie eine Meinung zum menschlichen Sexualverhalten (oder jedwede andere Problematik) haben oder sich bilden können.

Kein Monat mehr bis Heliou Genethlion (oder Wintersonnenwende, Jul, Heiliger Abend,...) und mittlerweile sind wir auch schon mitten in den Vorbereitungen.

Die winterliche Dekoration hängt bereits. Einladungskarten zur Adventjause von Kilian mit einigen seiner FreundInnen haben wir bereits letzte Woche fertig gestellt und heute die erste davon dem Nachbarmädchen überreicht.
Die erste Garnitur Kekse, dieses Mal Orangenkekse (ein ganz einfaches Rezept), sind auch schon fertig. Kilian war auch begeistert dabei, die Plätzchen mit Zuckerstreuseln zu dekorieren. Im Laufe der Woche sollten sich noch Lebkuchen und Windbäckerei dazu gesellen. Übrigens habe ich auch begonnen einige Rezepte auf die Homepage zu stellen. Dieser Bereich sowie der Rest des "Hellenistischen Familienlebens" wird in den kommenden Wochen übrigens noch wesentlich ausgebaut werden.
Auch die Vorbereitung der nächsten Newsletter-Ausgabe läuft bereits auf Hochtouren. Ich habe mich diesmal für ein "Heliou Genethlion"-Special, rund ums Thema des Jahreswechsel kreisend, entschieden, aber mehr wird noch nicht verraten.

Am Samstag bin ich zur Julfeier einer Freundin eingeladen und dann folgt eigentlich jede Woche mindestens eine kleine Feier.
Ganz nebenbei bin ich mit den Geschenken auch schon auf einem ganz guten Stand. Im "Feuer am Waldesrand" beteilige ich mich wieder an einer Wichtelaktion, wobei das Päckchen bereits fertig ist und sicherheitshalber Anfang Dezember schon auf der Post landen wird. Für die meisten Verwandten gibts heuer mal wieder Selbstgemachtes, denn das belastet unser beeinträchtigtes Budget nur halb so sehr, wie die sonstigen Dinge, die ich gerne verschenken würde.

Mein Mann hat vor kurzem ein Forum rund ums Buch eingerichtet, wo nach Herzenslust über die schönsten und grauenhaftesten sowie alle Abstufungen von Büchern dazwischen diskutiert werden darf.

Ich bemühe mich nach und nach ein paar kurze Rezensionen von Büchern, die mich besonders beeindruckt haben rein zu stellen und würde mich freuen, wenn mehr Leute die Gelegenheit zum Austausch nützen würden.

Zu finden ist das Forum unter http://forum.suchdeinbuch.at/

Es ist wirklich eine leidige Diskussion, die immer und immer und immer wieder in den diversen Heiden-Foren und -Communitys auftaucht. Die altbekannte Frage nach den Inhalten von Begriffen (als selbstgewählte Bezeichnungen) wie "Hexe", "Heide", "Schamane", "Priester", "naturreligiös", "pantheistisch", "Wicca", "Asatru" und so weiter und so fort. Wer nennt sich so und weshalb eigentlich. Und etwa 98% aller Antworten zu der Frage lauten in etwa so:
Also ich nenne mich ja nicht wirklich Hexe. Ich mache halt, was ich mache und das weil es mich intersssiert. Dazu brauche ich keine Bezeichnungen. Aber bitte, wer sich damit wohl fühlt, soll halt. Meins ist es halt nicht! Beliebt ist auch eine alternative Selbstumschreibung a la "Ich beschreite den alten Weg/Pfad" (welchen Weg? den Jakobsweg? oder vielleicht den Kriegspfad - vornehmlich gegen alles was christlich ist?).

Hier mein persönlicher standpunkt dazu:
Ich möchte erst einmal sagen, dass es für mich zweierlei Arten solcher Bezeichnungen gibt (und vermutlich die eine oder andere Mischform wo es mit der eigenen und fremden Zuordnung sehr schwierig wird).

1) Bezeichnungen wie Hexe, Priester, Schamane, Heiler usw.: vergleichbar mit Berufsbezeichnungen. Es geht um die Tätigkeit und da diese meist mit dem Umgang mit anderen Menschen zu tun hat (denn so sehe ich das bei allen oben genannten "Berufungen"), ist es vielleicht ganz praktisch sie zu verwenden, wenn sie denn auf einen gefühlsmässig auch zutreffen. So kann man mit Sicherheit jemandem, dem man in irgendeiner Form mit dieser Tätigkeit behilflich ist, schnell und kurz klar machen, was man halt "tut". Ich sehe da aber durch allzu liberale Bezeichnungsverwendungen auch die Gefahr von Begriffsverwaschung weshalb es gar nicht mehr so leicht ist, zu verstehen, wenn einer von sich behauptet Schamane oder Hexe zu sein.

2) Bezeichnungen wie naturreligiös, Heide, Asatru, Pandea, Hellenist (*g*) usw.: Hier geht es um den Glauben und die Religion. In unserer Gesellschaft ist diese meiner Erfahrung nach Privatsache und man benötigt solche Bezeichnungen maximal um sich mit Gleich-Gläubigen zusammen zu finden. Ich persönlich finde es wichtig, dass ich mich bis zu einem gewissen Grad (im Berufsleben nicht wirklich möglich und auch im privaten Umfeld bin ich noch ziemlich vorsichtig) als Hellenistin bezeichnen kann, denn dies ist für mich ein Bekenntnis zu meinem Glauben und meinen Göttern. Ich möchte dies auch gerne ausbauen, da mein Glauben stets ein Teil von mir ist und wer diesen nicht kennt, kennt auch mich nicht. Im Gegensatz zu einer Tätigkeit wie zum Beispiel das "Heilen mittels schamanischer Techniken" gehört mein Glauben immer zu mir (wobei das manche Christen vielleicht anders sehen, die vielleicht ab und an sonntags in die Kirche rennen sich aber ansonsten nicht um Religion scheren).

Generell ist es für eine fruchtbare Kommunikation (und nicht anders kann eine menschliche Gemeinschaft funktionieren) sinnvoll Begriffe zu verwenden (die auch von allen Teilnehmer in etwa gleich definiert sein sollten) alleine um sich "richtig zu verstehen" und nicht tagelang aneinander vorbei zu reden. Wie soll man auch die eigene Kuh gegen zwei Schweine eintauschen, wenn der Gegenüber die ganze Zeit von Hühnern quatscht.
Ich finde es eigenartig, wenn jemand den Großteil seiner "Freizeit" aufwendet um etwas zu tun, das er nicht einmal benennen kann. Das legt bei mir die Vermutung nahe, dass es sich doch nur um irgendein "Wischiwaschi" handelt.

"Ta paidia einai gia kathe spiti, chara kai eirini."
Diese griechische Lebensweisheit sagt, dass in jedes Haus Kinder gehören und dazu die Freude und der Frieden.