Kilianary
Wir sind spazieren gerade, als Kilian fragt: "Wo sind wir?"
Ich antworte ihm: "In Götzens."
Kilian: "Hä?"
Ich: "In Göötzeens!"
Kilian: "Hm?"
Ich: "IN GÖTZENS! Sag mal Kilian, hörst du schlecht?"
Kilian: "Hä?"
Ich: "Hör mir mal zu, Kilian."
Kilian: "Ich kann nicht!"
Ich: "Wieso nicht!"
Kilian: "Das Hungermandl redet immer drein!"
Ich antworte ihm: "In Götzens."
Kilian: "Hä?"
Ich: "In Göötzeens!"
Kilian: "Hm?"
Ich: "IN GÖTZENS! Sag mal Kilian, hörst du schlecht?"
Kilian: "Hä?"
Ich: "Hör mir mal zu, Kilian."
Kilian: "Ich kann nicht!"
Ich: "Wieso nicht!"
Kilian: "Das Hungermandl redet immer drein!"
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Seit Wochen hören wir von Kilian immer dasselbe, wenn wir ihm eine Hose an- oder ausziehen: "Vorsichtig, vorsichtig!" Er will uns damit ermahnen, dass wir ihm die Nadel seines Insulinkatheders nicht versehentlich aus derm Oberschenkel reißen.
Gestern habe ich ihm gesagt, er solle das nicht dauernd sagen, weil es mich nervt. Ich habe ihm erklärt, dass ich auch aufpasse, wenn er es mir nicht sagt.
Und er hat es auch nicht mehr gesagt! Dafür heißt es seit heute Morgen:"Langsam, langsam!"
Gestern habe ich ihm gesagt, er solle das nicht dauernd sagen, weil es mich nervt. Ich habe ihm erklärt, dass ich auch aufpasse, wenn er es mir nicht sagt.
Und er hat es auch nicht mehr gesagt! Dafür heißt es seit heute Morgen:
Ja, ich gebe es zu, wir schauen mehr oder weniger regelmäßig "Das perfekte Dinner" auf Vox. Kein Wunder also, dass Kilian dieses auch schon kennt. Heute hat er mit seinem Papa und dem Kochset wieder mal Kochen gespielt und das "Essen" nachher auch für uns angerichtet. Wenig später hat er sich mit einem Stappel Karten in der Hand auf den Ohrensessel gelümmelt und erklärt:
"Naja, das perfekte Dinner war es nicht. Der Alkohol und der Wein und Sauerkraut.. mag ich nicht. Und da geb ich dem Papa acht von diesen Punkten!"
"Naja, das perfekte Dinner war es nicht. Der Alkohol und der Wein und Sauerkraut.. mag ich nicht. Und da geb ich dem Papa acht von diesen Punkten!"
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Kilian hat mit mir heute folgendes Gespräch geführt, nachdem ich ihm mitteilte, dass ich mit dem dicken Bauch etwas unbeweglich bin und nicht so viel machen kann wie sonst.
K: "Wenn das Baby rauskommt, wird der Bauch wieder kleiner."
S: "Ja, aber langsam."
K: "Das Baby schlupft raus, (den Bauch) braucht man nicht absägen!"
S (in Gedanken an die vielen Kaiserschnitte, die ich in letzter Zeit bei "Mein Baby" gesehen hab): "Ja, hoffentlich!"
K: "Wenn das Baby rauskommt, wird der Bauch wieder kleiner."
S: "Ja, aber langsam."
K: "Das Baby schlupft raus, (den Bauch) braucht man nicht absägen!"
S (in Gedanken an die vielen Kaiserschnitte, die ich in letzter Zeit bei "Mein Baby" gesehen hab): "Ja, hoffentlich!"
Bislang haben wir es nicht geschafft unseren Kilian sauber zu kriegen. Es interessiert ihn schlichtweg nicht. Keine der bisher versuchten Strategien hat gegriffen, also versucht Oma es jetzt mit der Methode, die ihm das Muttermilchtrinken ab- und das Schlafen im eigenen Bett von einem Tag auf den anderen angewöhnt hat: die logische Erklärung, dass es keine andere Möglichkeit gibt. Dadurch hat sich folgender Dialog ergeben.
O: "Jetzt musst du immer brav aufs Klo gehen, ich habe nur mehr eine Windel."
K: "Dann musst du halt beim Bipa welche kaufen."
O: "Ich habe aber kein Geld."
K: "Aber dann musst du von der Bank eines holen."
O: "Aber die Bank gibt mir kein Geld."
K: "Aber dann musst du von einer anderen Bank das Geld holen."
Tja, was soll man da sagen?
O: "Jetzt musst du immer brav aufs Klo gehen, ich habe nur mehr eine Windel."
K: "Dann musst du halt beim Bipa welche kaufen."
O: "Ich habe aber kein Geld."
K: "Aber dann musst du von der Bank eines holen."
O: "Aber die Bank gibt mir kein Geld."
K: "Aber dann musst du von einer anderen Bank das Geld holen."
Tja, was soll man da sagen?
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Kilian (K) und sein Uropa (UO) gehen gemeinsam die Tiersprachen durch.
UO: "Wie machen Katzen?"
K: "Miau! Miaaaauuu."
UO: "Und wie machen Hunde?"
K: "Wuh! Wuh!"
UO: "Und wie machen Enten?"
K: "Quack, quack, quack."
So geht das eine ganze Weile weiter bis...
UO: "Und wie machen Frauen?"
K (überlegt nur kurz): "Die reden! Blablabla blablabla."
UO: "Wie machen Katzen?"
K: "Miau! Miaaaauuu."
UO: "Und wie machen Hunde?"
K: "Wuh! Wuh!"
UO: "Und wie machen Enten?"
K: "Quack, quack, quack."
So geht das eine ganze Weile weiter bis...
UO: "Und wie machen Frauen?"
K (überlegt nur kurz): "Die reden! Blablabla blablabla."
Nach dem Essen erklärt mir Kilian: "Das Hungermandl will mit dem Baby reden!" Dann beugt er sich zu meinem Kugelbauch und fragt: "Magst du mit dem Hungermandl reden? Ja? Ja."
Ich habe da anscheinend kein Mitspracherecht, denn er zieht daraufhin einfach seinen Pullover in die Höhe und drückt sich auch schon Bauch an Bauch an mich dran, damit das Hungermandl mit dem Baby reden kann.
Ich habe da anscheinend kein Mitspracherecht, denn er zieht daraufhin einfach seinen Pullover in die Höhe und drückt sich auch schon Bauch an Bauch an mich dran, damit das Hungermandl mit dem Baby reden kann.
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Kilian erklärt mir, dass ich ein Stockbett im Bauch habe:
"Oben schläft das Hungermandl (1) und unten das Baby!"
(1) Das Hungermandl ist eine Erfindung aus der Kindheit von meinem Bruder und mir. Es handelt sich dabei sozusagen um ein kleines Männchen welches im Bauch wohnt, bei Hunger für Magenknurren sorgt und auch sonst viellerlei Bauchbeschwerden "verantwortlich" ist.
Aus irgendeinem unerfindlichen Grund, haben wir das auch bei Kilian so eingeführt. Für ihn ist es aber derzeit eher Baby-Ersatz, da er missmutig akzeptieren musste, dass ein dreijähriger Junge wohl kaum ein Baby "wie Mama" im Bauch haben kann. Jetzt redet er halt mit seinem Hungermandl und weist darauf hin wenn es hungrig ist, schläft oder tritt (dann muss man auch gleich die Hand auf den Bauch legen und nachfühlen).
"Oben schläft das Hungermandl (1) und unten das Baby!"
(1) Das Hungermandl ist eine Erfindung aus der Kindheit von meinem Bruder und mir. Es handelt sich dabei sozusagen um ein kleines Männchen welches im Bauch wohnt, bei Hunger für Magenknurren sorgt und auch sonst viellerlei Bauchbeschwerden "verantwortlich" ist.
Aus irgendeinem unerfindlichen Grund, haben wir das auch bei Kilian so eingeführt. Für ihn ist es aber derzeit eher Baby-Ersatz, da er missmutig akzeptieren musste, dass ein dreijähriger Junge wohl kaum ein Baby "wie Mama" im Bauch haben kann. Jetzt redet er halt mit seinem Hungermandl und weist darauf hin wenn es hungrig ist, schläft oder tritt (dann muss man auch gleich die Hand auf den Bauch legen und nachfühlen).
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Wenn Kilian seinen Arztkoffer hervor holt erwartet den Patienten immer in etwa die gleiche "Standardbehandlung".
Zuerst steckt er einem das Fieberthermometer unter die Achsel und holt ihn gleich darauf mit den Worten "Es piept!" hervor. Es folgt ein Blick auf das Thermometer und ein Kopfschütteln. "Oje, du hast Fieber. Ich muss dich untersuchen mit dem Stethoskorb." (Das sagt er genauso!) Während er dann den Bauch und die Brust abhört erklärt er einem, dass man ordentlich "schnaufen" muss. Dann legt er das Stethoskop um den Hals, stellt mit ernster Miene fest: "Deine Haare sind zu lang." und rückt dem Problem sogleich mit der Verbandszange zu Leibe. Manchmal bekommt man dann auch noch eine imaginäre Tablette aus dem Pillendöschen überreicht.
Das also versteht Kilian unter "verdoktern" bzw. "überarzten", eine Kombination aus medizinischer Diagnostik und kosmetischer Behandlung.
Zuerst steckt er einem das Fieberthermometer unter die Achsel und holt ihn gleich darauf mit den Worten "Es piept!" hervor. Es folgt ein Blick auf das Thermometer und ein Kopfschütteln. "Oje, du hast Fieber. Ich muss dich untersuchen mit dem Stethoskorb." (Das sagt er genauso!) Während er dann den Bauch und die Brust abhört erklärt er einem, dass man ordentlich "schnaufen" muss. Dann legt er das Stethoskop um den Hals, stellt mit ernster Miene fest: "Deine Haare sind zu lang." und rückt dem Problem sogleich mit der Verbandszange zu Leibe. Manchmal bekommt man dann auch noch eine imaginäre Tablette aus dem Pillendöschen überreicht.
Das also versteht Kilian unter "verdoktern" bzw. "überarzten", eine Kombination aus medizinischer Diagnostik und kosmetischer Behandlung.
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Sonntagabends ging es Kilian gar nicht gut. Sein Magen rebellierte und wollte überhaupt nichts behalten. Bleibt also nur der Griff zur Hausmittelchen-Schonkost. Kilian hat seinen „Karamelleistee“ (=Kamillentee) und Zwieber (=Zwieback) brav gegessen und konnte so schon nachts ruhig und störungsfrei schlafen.
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