Schon vor Monaten hat seine Frau mit meinem Opa mit den Vorbereitungen für den diesjährigen Basar begonnen. Meine Mama wurde auch für die Anfertigung des einen oder anderen Strickproduktes „eingeteilt“. Meine Oma hat mir gestern erzählt, dass sie heute zum Basar einer Freundin geht und für ihren 70er hat sie auch gleich um Spenden anstelle von Geschenken gebeten.
Ja, angeblich sind die Österreicher sehr spendabel wenn es um den guten Zweck geht, zumindest in den Wochen vor Weihnachten. Möglicherweise liegt es an der Indoktrinierung aus Kindertagen, dass das Christkind einem „etwas Schönes“ bringt, wenn man sich im vergangenen Jahr (realistischer Weise aber eh nur den letzten paar Wochen) auch entsprechend brav verhalten hat. In jedem Fall scheint es überwiegend so zu sein, dass man auch für Spenden eine Gegenleistung möchte, die über einen Beleg fürs Finanzamt hinausgeht.
So fühlen sich (Haus-)Frauen der Altersgruppe 60+ wie es scheint bemüßigt sich bei einem Basar in den Dienst der guten Sache zu stellen. Insbesondere jene, die nicht (mehr) arbeiten und ohne Enkel- oder Urenkelkinder sind, welche sie das Jahr über auf Trab halten, tun sich organisatorisch hervor oder handarbeiten sich zumindest durch die basarlosen 10 Monate des Jahres, damit sie die Produkte ihrer Beschäftigungen einem solchen zur Verfügung stellen können. Die restlichen „60+“-erInnen besuchen aber zumindest zwei solche weihnachtliche Basare, wo sie Euro um Euro für hausgemachte Marmeladen, Häkeldeckchen, Stricksocken, Schals und Flohmarktsachen, eigentlich aber ja für den guten Zweck hinlegen. Was war das noch gleich? Die hungernden Kinderlein in Afrika, die blinden Waisen Südamerikas oder die frierenden Opfer des letzten größeren Erdbebens? Egal, das Geld ist sicher gut angelegt.
Und wo kommen die „Schnäppchen“ dann hin? Hübsch verpackt landen sie meist unter dem Lichterbaum. Der Enkel hatte doch als Kind stets ein Kuscheltiere dabei und als Oma darf man ruhig auch einem End-Zwanziger einen „selbst“ genähten Teddybären schenken und die Schwiegertochter hat sich in den letzten Jahren doch auch immer über die Spitzendeckchen gefreut, oder? Dass diese Decken meist unausgepackt in einer Schublade landen ist eh unerheblich. Eigentlich zählt ja nur der gute Zweck.
Und nicht zu vergessen, irgendwann wird auch die Schwiegertochter 60, dann wird sie froh sein, auf ein Sortiment „selbst“gehäkelter Deckchen für ihren Basar zurück greifen zu können.
Ja, angeblich sind die Österreicher sehr spendabel wenn es um den guten Zweck geht, zumindest in den Wochen vor Weihnachten. Möglicherweise liegt es an der Indoktrinierung aus Kindertagen, dass das Christkind einem „etwas Schönes“ bringt, wenn man sich im vergangenen Jahr (realistischer Weise aber eh nur den letzten paar Wochen) auch entsprechend brav verhalten hat. In jedem Fall scheint es überwiegend so zu sein, dass man auch für Spenden eine Gegenleistung möchte, die über einen Beleg fürs Finanzamt hinausgeht.
So fühlen sich (Haus-)Frauen der Altersgruppe 60+ wie es scheint bemüßigt sich bei einem Basar in den Dienst der guten Sache zu stellen. Insbesondere jene, die nicht (mehr) arbeiten und ohne Enkel- oder Urenkelkinder sind, welche sie das Jahr über auf Trab halten, tun sich organisatorisch hervor oder handarbeiten sich zumindest durch die basarlosen 10 Monate des Jahres, damit sie die Produkte ihrer Beschäftigungen einem solchen zur Verfügung stellen können. Die restlichen „60+“-erInnen besuchen aber zumindest zwei solche weihnachtliche Basare, wo sie Euro um Euro für hausgemachte Marmeladen, Häkeldeckchen, Stricksocken, Schals und Flohmarktsachen, eigentlich aber ja für den guten Zweck hinlegen. Was war das noch gleich? Die hungernden Kinderlein in Afrika, die blinden Waisen Südamerikas oder die frierenden Opfer des letzten größeren Erdbebens? Egal, das Geld ist sicher gut angelegt.
Und wo kommen die „Schnäppchen“ dann hin? Hübsch verpackt landen sie meist unter dem Lichterbaum. Der Enkel hatte doch als Kind stets ein Kuscheltiere dabei und als Oma darf man ruhig auch einem End-Zwanziger einen „selbst“ genähten Teddybären schenken und die Schwiegertochter hat sich in den letzten Jahren doch auch immer über die Spitzendeckchen gefreut, oder? Dass diese Decken meist unausgepackt in einer Schublade landen ist eh unerheblich. Eigentlich zählt ja nur der gute Zweck.
Und nicht zu vergessen, irgendwann wird auch die Schwiegertochter 60, dann wird sie froh sein, auf ein Sortiment „selbst“gehäkelter Deckchen für ihren Basar zurück greifen zu können.
Sassa meinte am 25. Nov, 10:55:
Hellenistische Bibliothek
Hm, da fällt mir ein, vielleicht sollte ich so tun, als wäre ich über 60 (oder ich finde eine entsprechende "Frontfrau") und für das nächste Jahr einen Basar zu Gunsten des "Auf- und Ausbaus der hellenistischen Bibliothek" organisieren.