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Ein unvergleichliches Ökosystem

 
Heute feier(te)n wir das hellenistische Fest der Theogamia. Glücklicherweise hatte mein Mann heute nur Rufbereitschaft und wurde bei der Arbeit nicht gebraucht, wodurch er dann de facto frei und Zeit zum Feiern hatte. Abgesehen davon, dass ich spezielles Räucherwerk für das olympische Herrscherpaar entzündet habe und mein Mann entsprechende Hymnen gesprochen hat, haben wir den göttlichen Teil dieses Festes heute eher knapp gehalten.

Dafür habe ich nach dem Frühstück schön langsam mit den Vorbereitungen für das Festessen begonnen. Den Tisch habe ich dazu in Weiß und der klassischen Liebesfarbe Rot sowie mit verstreuten Rosenblättern eingedeckt. Als Getränk habe ich eine alkoholfreie Himbeerbowle vorbereitet, ideal weil ich als Schwangere ja sowieso keinen Alkohol trinke und so auch unser Sohn etwas davon haben konnte.

Zum Höhepunkt unseres heutigen Feierns haben wir uns gegenseitig noch vor dem Essen feierlich die silbernen Partnerringe angesteckt, welche wir bereits in der vergangenen Woche ausgesucht haben. Nach vier Jahren (und dem zweiten Kind unterwegs) fanden wir es nun doch an der Zeit ein äußeres Zeichen unserer Verbundenheit zu tragen. Für den Fall, dass wir irgendwann heiraten können (vor allem finanziell... ich habe da als Frau schließlich meine Vorstellungen *grins*) und wollen (ob eine Ehe heutzutage nämlich sinnvoll ist, ist fraglich), tragen wir sie wie Verlobungsringe am Ringfinger der linken Hand. Schon eigenartig wie kribbelig und nervös ich vor dem Ringtausch war, obwohl mit den Ringen ja nicht einmal irgendeine rechtliche Verbindlichkeit einher geht und wir auch kein großes Tamtam darum gemacht haben. Es ist aber auch jetzt ein eigenartiges Gefühl, wenn ich so auf den beringten Finger schaue (nicht, dass ich nicht sonst auch Ringe tragen würde, aber es ist halt doch etwas Anderes).Symbolbild
Nach diesem kleinen aber bedeutsamen Ritual ging es dann endgültig ans Festessen. Als Vorspeise gab es gefüllte Champignonköpfe mit Knoblauchbaguette auf etwas Salat. Obwohl es sich dabei ganz gewagt um eine Eigenkreation von mir handelt, hat es uns allen sehr gut geschmeckt. Den Großteil der Zubereitung von der Hauptspeise hat mir freundlicherweise mein Mann abgenommen indem er die Kalbskoteletts gebraten und das Letscho fertig gemacht hat. In der Zwischenzeit habe ich mich um die Prinzessherzen gekümmert, wenn ich auch ein wenig geschummelt und diese nicht frisch aus Kartoffeln sondern auf Grundlage eines Fertigpürees zubereitet habe. Aufgrund meiner fortgeschrittenen Schwangerschaft werden mir solche kochtechnischen "Abkürzungen" glücklicherweise stets verziehen. Da wir nach der Hauptspeise ohnehin schon ziemlich vollgefressen waren (Dreigängemenüs sind wir halt nicht gewöhnt), haben wir uns das Dessert bestehend aus Waffeln mit Eis und Früchten, für das Abendessen aufgehoben. Das Menü wäre übrigens meines Erachtens auch für einen schönen Valentinstag geeignet.

Für mich war der heutige Tag jedenfalls ein gelungenes Theogamia. Wir haben auf unsere Art die Heiligkeit der Partnerschaft und Liebe gefeiert und ich fühle mich fast wie frisch verliebt. Ich möchte recht herzlich all jenen, die dieses Fest ebenfalls begehen noch ein wunderschönes Theogamia wünschen.
Und allen Anderen, die vielleicht eher den Valentinstag (am kommenden Mittwoch) begehen, wünsche ich halt hiermit schon vorab einen schönen und romantischen "Tag der Liebe".